Folgen von Diabetes
Warum ist Diabetes so gefährlich?
Veränderungen der Blutgefäße treten bei Diabetikern sowohl an den großen Arterien als auch an sehr feinen Adern, vor allem in der Niere und der Netzhaut des Auges auf. Durchblutungsstörungen in diesen empfindlichen Organen haben schwerwiegende Folgen: Diabetes ist die mit Abstand häufigste Ursache für Erblindung bei Erwachsenen. Und die meisten Fälle von Nierenversagen sind auf die Diabetes zurückzuführen.
In den großen Blutgefäßen fördert ein erhöhter Glukosespiegel Arteriosklerose. Die sogenannte Gefäßverkalkung ist die Grundlage für Durchblutungsstörungen verschiedenster Art. Schlaganfälle und vor allem Herzinfarkte treten bei Diabetikern viel häufiger auf als bei Menschen ohne Zuckerkrankheit.
Oft kommt es zu einer verminderten Durchblutung der Beine und Füße. Dann ist die Haut sehr empfindlich, Wunden heilen schlecht und die Gefahr ist groß, dass Gewebe abstirbt. Auch die Nervenzellen werden durch einen schlecht eingestellten Diabetes geschädigt. Gerade an den Beinen sind dadurch das Gefühl und die Schmerzwahrnehmung gestört. Weil Druckschäden und Verletzungen dann nicht wahrgenommen werden, steigt die Gefahr von Gewebeschäden. Im schlimmsten Fall müssen die Ärzte amputieren.